Am Montag hatte ich also gekündigt, bei meinem derzeitigen Arbeitgeber. Man war das schwer nicht morgens schon mit nem fetten, breiten Grinsen dort aufzulaufen. Ich habs mir echt verkniffen und versucht ein wenig betrübt auszusehen. Meiner Kollegin dann als sie in meinem Büro stand gleich gesagt, dass ich nachher mal unbedingt mit ihr reden müsse. Ihre erste Reaktion war die Frage, ob es was Gutes oder was Schlechtes ist. Gott, wie gern hätte ich gesagt "Also für mich ist das total gut. Oder sowas wie "Für mcih gut, aber für dich bestimmt nicht". Also hab ich ihr gesagt, dass es wahrscheinlich nicht soo toll ist. Und dann wollte sie, dass ich mit der Sprache raus rücke. Na gut, sie hat es ja gewollt. "Also... ich werde nach Bayern ziehen. Und deswegen werde ich hier zu Ende Oktober kündigen!" Erstmal ein baffes Gasicht. Dann die Aussage, dass sie damit wohl schon gerechnet hat, aber erst irgendwann im nächsten Jahr und nicht jetzt so schnell schon. Dann erwähnte sie, dass sie sich aber für mich freuen würde, obowhl es für sie ein bisschen blöd wäre.
Andere Reaktion als ich erwartet hatte, aber gut. Lieber so, als wenn se da n Theater macht, von wegen wie ich sie denn alleine lassen kann mit dem Kollegen... blablabla... Als nächste dann zum BigBoss. Ich war wirklich auf alles gefasst. Aber nicht auf das was kam. Dazu muss man erklären, dass unser BigBoss sowieso denkt, dass jeder ersetzbar ist. Bei der letzten die gekündigt hatte, um sich beruflich weiterzuentwickeln, hatte er nur "vielen Dank für die Info" gesagt. Bei nem anderen wollte er, dass auf keinen Fall im Zeugnis etaws von "Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute" steht.. Nun gut, bin ich also zum Chef gegangen. Dazu muss ich sagen, dass meine Kollegin mir angeboten hatte, das zu erledigen. Warum auch immer,. Meint die ich hätte Angst? Oder ich wär zu dumm dazu? Die Frage hatte mich ja schon ein wenig aufgeregt gehabt. Aber hatte ihr halt gesagt "Nö, das kann ich schon selber. Ausserdem sieht es ja wohl besser aus, wenn ich das selbst mache!" Gott, ich bin doch kein Baby. Den Chef also gefragte, ob er jetzt oder später mal ein paar Minuten hatte. Kurz starrte er noch auf seinen PC, dann kam ein "Worum gehts denn?" Aaarrrggghhhh.... Also rein ins Büro. Ihm erklärt, dass ich zu meinem Freund ziehen werde und daher leider kündigen muss. Dass das leider gelogen war, wusste er ja nicht. Und dann kams... "Ja, wo die Liebe hinfällt, da will man nicht im Wege stehen. Ich natürlich auch nicht. Ich freue mich für Sie und wünsche Ihnen dann alles Gute!" Man...da war ich erstmal baff. Nette Worte. Ich kann mich nicht erinnern, dass das mal einer geschafft hatte. Nun gut, etwas perplex erzählte ich ihm dann kurz weil er fragte dass mein Freund halt schon lange dort arbeitet, wo er halt arbeitet und das somit die Konsequenz war, dass ich da runter geh. Hab mich dann noch etwas ungeschickt für die gute Zusammenarbeit bedankt. Man, selbst da hat er nicht gecheckt, dass das gelogen war...denn...welche Zusammenarbeit. Er ist ja generell gegen seine Mitarbeiter... ihm ebenso weiterhin alles Gute gewünscht. und ab nach unten in die Buchhaltung, wo die Frau fürs Personal sitzt und ihr meine Kündigung in die Hand gedrückt.
Das Witzige bei dieser ganzen Sache ist. Also normalerweise ist es ja so: Wenn man kündigt, dann sind die Kollegen erstmal deprimiert, dass man geht. Und sie fangen evtl. an zu fragen, ob denn der Freund nicht hier her zeihen konnte. Oder versuchen einen davon zu überzeugen, dass es hier in der Firma doch so schön ist, dass man doch lieber bleiben sollte oder sich das nochmal überlegen sollte. Oke. ein wenig traurig wraen einige schon, dass ich gehe. Aber insgesamt haben sich alle für mich gefreut. Erstens dafür, dass ich endlich näher bei meinem Freund wohne und am WE nicht mehr 500 km dahin fahren muss. Zweitens dafür, dass ich n besseren Job gefunden hab und die Firma verlassen kann.
Momentan gehts ans Sachen einpacken. Wobei das gar nicht so einfach ist. Bin ich am Sonntag nach meinem Urlaub mit ner Mitfahrgelegenheit nach Hause gefahren. Tolles Ding eigentlich. Eigentlich. Assi wirds nämlich, wenn die Fahrer mit den Mitfahrern nicht nur ein wenig Spritgeldzuzahlung bekommen wollen, sondern alles bezahlt haben zw. noch was daran vedienen wollen. Das schlägt sich dann derart nieder, dass diese Fahrer ihre Rückbank wirklich mit 3 Menschen vollproppen.
Ich persönlich find es ja schon schlimm, mit Bekannten hinten in nem Auto zu Dritt zu sitzen und ne halbe Stunde fahren zu müssen. Aber 3 Stunden mit total unbekannten Menschen, wo evtl. sogar noch einer dabei ist, den man gar ein wenig ekelhaft findet ist, meiner Meinung nach, ne Zumutung. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir ne andere MFG gesucht, aber wusste ich ja nun mal nicht. So saßen wir also die ersetn 3 Stunden hinten total gequetscht. Zuerst n Mädel in der Mitte, die stieg aber nach ca. 1,5 Stunden aus. Gottseidank dachte ich mir. Aber weit gefehlt, als diese ausstieg, stieg son etwas dickerer Typ zu. Der von uns beiden anderen hinten auch direkt in die Mitte gelotst wurde. Genauso wie ich das vorher mit der Perle gemacht hatte. Die wollte wohl nicht neben dem Typen sitzen und ließ den erst einsteigen, dann kam sie an meine Seite und wollte dazu steigen. Aber ist ja kein Problem, ich bin dann ausgestiegen, so dass sie inne Mitte musste. Hat se auch ohne Murren, sonst hätte ich der auch erzählt, dass ich 5-6 Stunden fahren muss und von daher bestimmt nicht in die Mitte geh. Blöd war nur, dass dieser etwas dickere Typ noch so ne Tasche dabei hatte, die er unbedingt mit auf seinen Platz nehmen wollte. Warum auch immer. Beim nächsten Mal mecker ich, das ist schon mal klar. Ich frag mich auch, warum die Fahrerin nichts gesagt hat, immerhin hat die geseehn wie eng es in ihrem Passat hinten war. Aber war ihr anscheinend egal, hauptsache sie macht ihr Geld. In der Tasche muss ein mittelgroßes Keyboard oder sowas gewesen sein. Ziemlich nervig. Denn weil er sich das Ding auch noch zwischen die Beine gesteckt hat, hat er uns anderen Beiden ziemlich an die Seiten gequetscht, worauf hin ich die nächsten 1,5 Stunden relativ unbequem in diesem Auto saß. Beine total eingeengt. Immerhin konnten wir die retlichen 3 Stunden Autofahrt ohne jemanden in der Mitte weiterfahren. Der Typ hinten schien offensichtlich genauso darüber verärgert gewesen zu sein wie ich. Und ich ärger mich mal wieder, dass man nur Beurteilungen über Fahrer machen kann, wenn diese das Buchungssystem benutzen.... Hätte die Tussi das gemacht, hätte se von mir erstmal ne Negative bekommen, von wegen das Auto so proppenvoll zu packen. Sorry, ich finde das gehört sich nicht. Aber dumm war Frau Tussi ja sowieso. Schon bei der Begrüßung... ein nicht überhörbares Lispeln. Gott....und *zack* ist der Gedanken im Kopf, dass die dumm sein muss. Was sich nachher allerdings bestätigte. Ist sie doch dreimal in die falsche Richtung gefahren. Einmal davon sogar zweimal an der richtigen Abbiegung vorbei. Ein andermal in die flasche Richtung auf der A3. Wo Kassel liegt, wusste sie offenbar nicht. Ich will hier natürlich nicht jedem, der lispelt nachsagen, dass er dumm ist. Aber ich persönlich finde, dass man gegen so etwas was tun muss. Immerhin darf ich meckern. Denn ich hab als Kind auch gelispelt und ich wurde zur Sprachschule geschickt.Und nach einiger Übung hat sich das bei mir erledigt gehabt. Das ist wie mit Segelohren. Die hatte ich auch. Und auch, wenn es unter "Schönheitschirurgie" fällt, finde ich es besser die anlegen zu lassen. Es sieht eifnach besser aus. Deswegen versteh ich es einfach nicht, dass da manche Leute nichts gegen tun. Gut, wenn die Eltern das nicht für wichtig halten ist es eine Sache, aber ich selber, wenn ich erwachsen bin, würde da doch was dran ändern. Oder seh ich das mal wieder total engstirnig? Also ich bin meinen Eltern dankbar, dass die mich damals zur Logopädin geschickt haben. Auch wenn sich mein Lispeln damals erst gegeben hatte, als die bei nem Logopäden waren, der son Computerdingen hatte, was piepte und aufblinkte, wenn man das "S" richtig gesprochen hat. Schwupps, ein paar Mal dagewesen, fasziniert von diesem Blink-Piep-Dingen und schon saß Klein-Tine da vor, bis sie es auch schaffte.
Aber wir waren ja bei der Mitfahrgelegenheit. Als ich also Abends geegn 20 Uhr endlcih am Autohof abgesetzt worden bin, merkte ich schon einen ganz leichten Schmerz in meinem linken Bein. An der Wade kurz unterhalb der Kniekehle. Gut. Denkste dir. Haste dir halt deinen Muskel n bissl eingequetscht/verdreht, weil du ungünstig gesessen hattest. Gibt sich dann ja bald wieder. Also mit dem Taxi nach Hause und dort gleich schon mal angefangen ein paar Sachen einzupacken.
Am nächsten Morgen aufgewacht. Aufgestanden. Oh Gott, der Schmerz in der Wade war schlimmer. Oke. Denkste dir wieder. Isser jetzt wohl richtig da. Dann humpelste eben ein wenig. Ab zur Arbeit. Dort, wie oben beschrieben, gekündigt und rumgehumpelt. humpelinchen war mal weider da. Natürlich zuerst die Assoziationen, dass ich mich beim Sport mal wieder verletzt hab. Wäre ja nicht das erste Mal gewesen. An meinen letzten Muskelfaserriss erinnert worden. Der Schmerz war ähnlich, nur viel viel heftiger, damals konnte ich zwei Wochen nicht laufen. Abends nach Hause, dort noch ein wenig rumgerödelt. Und dann schon langsam gemerkt, dass der Schmerz immer heftiger wird, bis ich mit dem linken Bein gar nicht mehr richtig auftrten konnte. Gottseidank hatte ich ja noch die Krücken von damals parat. Immerhin bewegen konnte ich mich so dann noch ein wenig. Dienstag also mit Krücken zur Arbeit. Was allerdings nur etwas brachte für den Weg vom Auto zum Büro. Denn in der Arbeit kannste dsa mit den Krücken vergessen, wenne noch Sachen in der Hand hast. Liebenswerte Kollegen wie ich sie hab, boten mir an, mich zu schubsen, damit ich schneller gehe denn ich bin wirklcih nur sehr langsam gegangen bzw. gehumpelt, weil es gar nicht anders ging. Aber gut, deine lieben Kollegen fragste dann einfach zurück, ob du sie dann mal verprügeln sollst, weil das geht trotz kaputten Beins noch. Und dann grinste breit. Hach herrlich. Diese Kollegen werde ich wirklich wirklich vermissen, die machen den Arbeitstag lustig und man kann mit ihnen gemeinsam lachen und rumfrotzeln und das Arbeiten mit denen ist auch schön. Nachmittags dann aber erstmal früher gegangen, weil mir ein Arztbesuch wegen meines Beines wichtiger war.Dürfte zwar nichts schlimmes sein denn ich hab nie was schlimmes, ich hab immer was blödes, etwas, was, wenn man es später erzählt, unglaublich klingt, wie aus nem schlechtn Film, einer Komödie oder so. Aber da man ja nie weiß, lieber mal überprüfen lassen.
Und was stellte sich dann heraus. Ne Muskelzerrung/Überdehnung/Verspannung aufgrund des komischen Sitzens am Sonntag bei der blöden MFG. Man ey, wenn ich könnte, ich würde der so ne schlechte Bewertung geben, dieser blöden Kuh und ihrem Scheiss Passat. Aber geht ja nicht. Es sollte sich aber in den nächsten 2-3 Wochen erledigt haben und auch jeden Tag ein winziges Stückchen besser werden. Na super. Das kann ich ja momentan echt so gut gebrauchen. Will ich doch durch meine Wohnung wuseln. Sachen einpacken, andere Sachen ausmisten.Aber geht wohl erstmal nicht. Fast nicht. Heute hab ich das letzte Mal Kurzarbeit. Einen Tag den ich dazu nutzen wollte vieles zu schaffen. Das Meiste hab ich naütrlich nicht geschafft. Aber ich hab einen Weg gefunden, meinen Fuß so aufzusetzen beim Gehen, dass es fast nicht weh tut beim Humpeln. Nämlich nur auf den Zehen laufen. So habe ich dann angefangen mein Auto zu beladen mit Dingen, die ich zum Wertstoffhof bringen wollte. Wenigstens das wollte ich heute geschafft haben. Und das hab ich auch. Zweimal musste ich fahren, weil in mein kleines Auto nicht so viel reingeht. Die Fabeimer wollten die dort erst nicht annehmen, weil die Farbe angeblich eingetrocknet war. Worauf ich entgegnete, dass die doch flüssig ist, sich der Zusatzstoff nur oben abgesetzt hatte und wenn ich es ordentlich verrührt hätte, dass es dann wieder flüssiger werden würde. Hätte ich das mal gemacht. Der nette Herr erklärte mir aber, dass das ja eher wie Pudding ist und die halt Ärger bekommen würden, wenn sie so etwas annehmen und ich das auch im Haushaltsmüll entsorgen könne. Ich hätte gern die Leute hier im Haus mal gesehen, wenn ich schwuppsdiwupps 6 große Farbeimer in die 2 vorhanden Mülltonnen gekippt hätte... Aber so wie ich bin, bin ich ja freundlich geblieben, fragte wo und wie ich das entsorgen könne und zack bot der Man mir an, dass er das acuh annehemn könne, aber mir dann halt was berechnen müsste. Wie viel fragte ich und er entgegnete... jetzt kommts.... 4(!) €. Also grinste ich ihn an und sagte ihm, die zahl ich gerne, dafür dass ich es nicht wieder mitnehme. Ich erwähnte sogar, dass ich ihm sogar 10 € dafür geben würde. Dann half er mir noch weiteren Krempekl aus dem Auto zu räumen und wegzuwerfen. Beim zweiten Mal dahinfahren, machte ich kurz n Abstecher zu nem Supermarkt und kaufte ne kleine Packung "Merci". Und als genau der gleiche Herr mir beim zweiten Mal wider half die schwereren Dinge aus dem Auto zu heben und wegzuwerfen drückte ich ihm die Tafel Merci in die Hand und bedankte mich. Hach, wofür son Humpelbein nicht alles gut sien kann. Schwupps musste nichts selber mehr wegwerfen. Und auf deine Brüste kannste auch mal getrost verzichten. Weil eigentlich müsste das ja unter "Titten, die 4. fallen". Ich denke, er hat sich über die Tafel Schoki gefreut, auch wenn er nichts sagte. Vielleicht hat er ja ne Schoki-Allergie, aber dann freuen sich wenigstens seine Kolelgen.
So hab ich dan heute folgendes entsorgt: 3 PC`s, 1 Monitor, 4 CD-Ständer, 1 Schreibtischstuhl, 1 Turmventilator der beim kalte Luft erzeugen mehr Wärme abgab als das kalte Luft rauskam 1 Rasentrimmer, 3 Lampen, 1 Wäscheständer, 1 Kompaktmusikanlage, 1 Friteuse, 1 großen und 1 kleinen Raclette-Grill sowie 6 große und 1 kleinen Farbeimer. Hat sich gelohnt, finde ich. Und ich bin auch mit mir zufrieden. Zumindest ein Teil Müll ist damit schon mal weg. Samstag will ich noch den alten kühlschrank sowie den kaputten röhrenfernseher ausm Keller zum Wertstoffhof fahren. In 2 Wochen kommt dann noch der Sperrmüll dran und dann ist der Großmüll weg. Dann gehts an den Kleinmist, der eingepackt und weiter aussortiert wird. Und dann kann irgendwann mal der Umzug kommen. Und ich hoffe, mein Bein geht in spätestens einer Woche zumindest wieder soweit, dass ich einigermaßen gehen kann. Denn dieses blöde rumsitzen und nicht viel tun können geht mir aufn Sack. Ich will den Prütt hier einpacken, ich will ganz schnell alles erledigt haben, damit ich schnell umziehen kann. Menno!
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