Montag, 8. Juli 2013

der koerperliche Verfall

Es ist soweit. 32 und das MHD muss mindestens seit nem halben Jahr abgelaufen sein. Anders kann ich mir den steten Verfall meines Koerpers nicht mehr erklaeren.

Erst habe ich das Problem mit Fuessen hier nehmen se mal Cortison, wenns nicht besser wird oder schlimmer gucken wir noch mal, dann habe ich ne Zerrung oder was auch immer es war, hier nehmen se mal n bisschen Voltaren und Schmerztabletten, wenns nicht besser wird kommen se wieder  im rechten Fuss, obwohl ich nichts gemacht habe. Hinzu kam dann vor wenigen Tagen, dass ich nachts im Schlaf von ner Muecke verpruegelt wurde und meine linke Aussenwade ziemlich dick, rot und heiss wurde und dazu noch tierisch weh tat. Hier nehmen se mal ne Cortisonsalbe, wenns schlimmer wird kommen se wieder Und heute ist es dann soweit, dass der Verfall scheinbar unaufhoerlich fortschreitet. Ich hab Schmerzen im linken Bein. Es zieht vom Ansatz des Oberschenkels ueber den aeusseren Oberschenkel nach unten, umrundet einmal die Kniescheibe, um dann wieder an der Aussenseite weiter unten am Unterschenkel zu zerlaufen. Und wie ueblich. Ich hab nichts gemacht. Ich habe nur auf meinem Stuhl gesessen und gearbeitet. Beim Aufstehen knickste dann fast weg, weil dir son stechender Schmerz durchs Bein zieht. Und die Kollegen fragen besorgt, ob dein Bein eingeschlafen ist. Ne, alles gut, schmerzt nur extrem. Also humpelt man irgendwann nach Hause. Auf die Frage, was man denn gemacht hat, gibts die uebliche Antwort "Wie immer.... nix"

Wieder einmal steht die Frage im Raum, ob man nicht einen Arzt befragen soll. Auf der anderen Seite sagt man sich "Hier, da hab ich noch n paar Tabletten, nehm ich die erstmal, wenns schlimmer wird...ach leck mich doch am Arsch." Ist ja wieder nix. Man darf sich nur nicht von der Umgebung kirre machen lassen. Die lieben Leute um einen herum dichten einem naemlich dann alles an. Vom Raucherbein ueber Arthrose, bis hin zum Ischiassyndrom oder nem Bandscheibenvorfall. Alles dabei, da bleiben keine Wuensche offen. Wenn ich Glueck habe, muss es nicht amputiert werden.

Laut Recherche im Internet ist mir sowieso der Tod geweiht. Wieso also noch Stunden beim Arzt verschwenden.

Und wieder einmal sage ich mir, naechstes Mal, ja, da werde ich richtig krank, da habe ich etwas, was man sofort diagnostizieren kann, auch ohne Arzt. Und heimlich kommt mir der Gedanke, meinen Arm zu nehmen und ihn ein-, zweimal mit Schwung auf die Tischkante zu hauen, ihm dann meinen Koerper vorzuhalten und sagen "Siehste, so geht das, das ist eindeutig, das ist kaputt gehen und nicht der pillepalle Scheiss, den du dir immer einfallen laesst."

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